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Texte & Akkorde

Zwei Töne

||: A | C#m/G# :||

In den leerstehenden Wohnungen hallt es, wenn der ICE vorbeifährt, der nicht hält. Und ich sitz da, wo wir saßen, auf der Mauer und fühl mich so einfältig, dass mir nix einfällt.

Und so bleiben mir nur diese zwei beiden Töne. »Das stimmt nicht,« würdste sagen »das sind drei!« Also bleiben mir nur diese drei beiden Töne, um zu sagen, dass es ohne dich so eintönig sei.

Die Ladenbesitzer nageln Bretter in die Fenster, weil auch sie hier nichts mehr hält. Und ich sitz da, wo wir saßen auf der Mauer, Gras rauchten, Äpfel aßen, als du sagtest, du seist sauer auf die Welt.

Deine Silhouette zwischen Blättern einer Hecke an der Ecke – war nur Einbildung. Und jeder, den du fragst hier, sagt dir, früher war es besser, das kann sein, na ja, und früher da war der jung.

Und so bleiben mir nur diese zwei beiden Töne. Ich weiß du würdest sagen, das sind drei. Dann bleiben mir halt diese drei beiden Töne, um zu sagen, dass es eintönig ohne dich sei.

Ich mag keine Uhren, die ticken. Die zerhacken nur die Zeit. Und so weit ich sehen kann, gibt’s hier keine neuen Saiten mehr zu kaufen, nur Kümmerling und Softeis und das heißt –

mir bleiben nur diese zwei beiden Töne und ich stell mir einfach vor, du seist verreist. Dann bleiben halt diese drei beiden Töne, wie du weißt.

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